[Rezension] Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson





Titel: Ich gebe dir die Sonne
Autor: Jandy Nelson
Preis: 17,99 €
Einband: Hardcover
Seiten: 480 Seiten
Genre: Jugendbuch
Erschienen: 21 November 2016
Reihe: Einzelband
Verlag: Cbt Verlag





Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass so besonders war, vor allem im Jugendbuchbereich.
Ich gebe dir die Sonne ist ein faszinierendes Buch, welches einen nur so in einen Strudel voller Gefühle zieht.

Am Anfang hatte ich ein paar Anlaufschwierigkeiten mit dem Schreibstil, weil er eine sehr beschreibende Art hat (es werden viele Metaphern benutzt) Aber wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat, macht dieser Schreibstil sogar sehr viel Spaß.

Ich gebe dir die Sonne verbindet so viele Elemente miteinander, Familienprobleme, Liebe und auch das Thema Kunst kommt nicht zu kurz.

Die Handlung wir abwechselnd von beiden Geschwistern erzählt. Auch hier hat sich die Autorin etwas spezielles überlegt, den die Kapitel werden nicht nur in abwechselnder Sicht erzählt, sondern es kommen Zeitsprünge vor. Noahs Kapitel handeln von der Zeit als die beiden Zwillinge 13 waren und die von Jude als sie 16 sind.
Dieser Sprung von 3 Jahren ist sehr interessant, weil dazwischen so viel passiert ist was wir als Leser mit fortschreitender Seitenzahl aufdecken. Und immer wieder fragt man sich was ist passiert was die Geschwister so auseinander gebracht hat. Warum ist nicht der künstlerisch Begabte Noah an der Kunstschule, sondern Jude.
Es war wirklich ein auf und ab der Gefühle ohne zu kitschig zu werden. Die Autorin hat es geschafft, kritische Themen wie zum Beispiel Homosexualität in einen Jugendroman einzubauen. Oftmals habe ich das Gefühl, dass dies zu gezwungen wirkt und nicht athenisch ist. Aber Jandy Nelson hat es so real und einfühlsam beschrieben, dass man keine Sekunde ein komisches Gefühl hatte.

Jedoch muss ich auch ein zwei Negative Aspekte anspreche, zum einen waren die Kapitel teilweise etwas zu lang. Ich hätte mir gewünscht, dass man einige Stellen etwas gekürzt hätte. Und zum anderen fand ich manchmal Judes verhalten nervig. Ich kann nicht genau beschreiben was mich so gestört hat aber irgendwas hat mich immer dazu gebracht genervt zu seufzen.

Aber insgesamt war Ich gebe dir die Sonne ein sehr tolles Jugendbuch mit sehr emotionalen Themen.


Ich freue mich so sehr, dass der Deutsche Verlag sich an das Original Cover orientiert hat. Das Cover passt 
hervorragend zum Inhalt. Es spiegelt die künstlerischen Aspekte des Buches wieder.

Ich denke wenn man etwas lesen will, dass nicht 0815 ist und etwas anspruchsvoller sein soll, dann ist Ich gebe dir die Sonne ein sehr gutes Buch.




Vielen Dank an den Cbt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.





Kommentare:

  1. Huhu Seda,

    das Buch scheint dir doch recht gut gefallen zu haben. Ich schleiche schon seit einer Weile um dieses Buch herum, allerdings liegt momentan noch ein anderes Buch der Autorin auf meinem SuB. Wahrscheinlich werde ich das erst Mal lesen und mir einen Einblick zu ihrem Schreibstil verschaffen, bevor ich mir ein nächstes Buch von ihr anschaffe. =') Ist der beschreibende, metaphorische Schreibstil so poetisch angehaucht oder geht das in eine völlig andere Richtung?

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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    1. Hey Leni,

      Ja ich fand das Buch echt nicht schlecht, ich hatte zwar ein zwei Schwirigkeiten aber an sich ein sehr interessantes Buch was wichtige Themen anspricht. Und was den Schreibstil anbelang... dieser ist sehr Bildlich im sinne von hmm wie soll ich dies beschreiben? ... ein wenig wie ein Comic in schriftlicher Form.

      Lg Seda

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